Das neue Co-Präsidium des SZBLIND vereint unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen. Die paritätische Besetzung entspricht den Grundwerten des SZBLIND und unterstreicht dessen Anspruch, die Vielfalt des Blinden-, Sehbehinderten- und Hörsehbehindertenwesens abzubilden.
Carmelina Castellino bringt es auf den Punkt: «Ich erfahre immer wieder, wie wertvoll die Vernetzung innerhalb unseres Verbandes ist. Kannarath Meystre und ich ergänzen uns in vielerlei Hinsicht – als Betroffener und Nichtbetroffene, als Vertreter der Selbsthilfe und Vertreterin der Fachhilfe, mit der weiblichen und der männlichen Sichtweise sowie unserer Muttersprachen. Diese Vielfalt fördert Inklusion und Diversität. Besonders am Herzen liegen mir die Anliegen der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Sehbeeinträchtigung und Blindheit. Ihnen möchte ich eine gute Zukunft ermöglichen».
Kannarath Meystre ergänzt: «Seit mehr als 35 Jahren engagiere ich mich für blinde und sehbehinderte Menschen. Gemeinsam mit Carmelina Castellino möchte ich die Interessen von sinnesbeeinträchtigten Menschen auf nationaler Ebene wirkungsvoll vertreten. Nicht über uns, ohne uns – dieser Grundsatz ist für mich zentral. Der SZBLIND lebt von seinen Mitgliedern und ihrem Engagement. Ob Selbsthilfe oder Fachhilfe: Nur wenn wir unsere Erfahrungen und Kompetenzen zusammenführen, können wir unsere Anliegen wirksam vertreten. Das Co-Präsidium bietet die Chance, diese Zusammenarbeit weiter zu stärken. Denn gemeinsam sehen wir mehr.»
Die Delegiertenversammlung bestätigte die bisherigen Vorstandsmitglieder Giuseppe Porcu, Claudia Graf, Françoise Gay-Truffer und Rosa Piller für die kommende Amtsperiode. Für die frei gewordenen Sitze wurden Michel Chiarinotti, Gabriel Friche, Dominik Gertschen, Markus Imboden und Sandro Lüthi in den Vorstand gewählt.
Der scheidende Präsident Thomas Dietziker sowie die zurücktretenden Vorstandsmitglieder Antonella Bertolini Kocagöncü, Susanne Gasser und Urs Hiltebrand wurden für ihr langjähriges Engagement mit Applaus gewürdigt. Der SZBLIND verlieh zudem Ruth Häuptli die Ehrenmitgliedschaft für ihr jahrzehntelanges und ausserordentliches Engagement. Das Wirken der Grande Dame im Schweizer Blindenwesen hat den Weg für Direktbetroffene wesentlich geebnet.